Stahnsdorf befragt Bürger digital zum Entwicklungskonzept 2035

Nach dem Expertengespräch, zu dem am 3. März 2020 rund 40 Vertreter aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu einer gemeinsamen Beratung erschienen, pausierte die Erarbeitung des Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (INSEK) pandemiebedingt.

Tatenlos war die Verwaltung zwischenzeitlich aber keineswegs: In den vergangenen drei Monaten organisierte die Steuerungsgruppe aus Planungsbüro und Verwaltung die nächste Phase des Beteiligungsverfahrens.

Unter der Maßgabe, dass Präsenzveranstaltungen unter den derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln enormen Einschränkungen unternehmen, wäre ein möglicher Teilnehmerkreis vermutlich kleiner als gewünscht. Aus diesem Grund hat sich die Steuerungsgruppe dazu entschlossen, die nächste Beteiligungsphase rein auf digitale Weise durchzuführen.

Seit dem 24. Juli 2020 und noch bis einschließlich 23. August 2020 werden insgesamt rund 13.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren zu mehreren Themenfeldern befragt, und zwar

─ Wohn- und Siedlungsentwicklung
─ Verkehr und Mobilität
─ Einzelhandel, Gastronomie, Wirtschaft
─ Soziales, Bildung, Kultur, Sport
─ Freiraum, Klima, Energie
─ Allgemeine Fragen

Die sechs Themenfelder können die Bürger nach Lust und Laune beantworten und sich wie bei einem Buffet einfach das herausgreifen, was ihnen besonders wichtig ist. Natürlich freut sich die Verwaltung darüber, wenn sich die Befragten bis zum Ende des Abstimmungszeitraums allen Themenfeldern widmen, was absolut auf Freiwilligkeit beruht.

Grobe Zeitschiene für das INSEK 2035 Stahnsdorf (Grafik: Planungsbüro Timourou / Gruppe Planwerk) ─ pandemiebedingt steht der Plan etwa ein Vierteljahr zurück.

"Ich bin froh, dass wir uns nach drei Monaten pandemiegeprägtem Verwaltungshandeln nun wieder mit voller Kraft der direkten Demokratie widmen können", sagt Bürgermeister Bernd Albers. Nach den Befragungen zur Zukunft der "Waldschänke" im Februar 2020 und der örtlichen Jugend zum Thema "Identifikation" im März 2020 handelt es sich nun um den dritten Einsatz des POLYAS-Systems. Die Software wurde zwischenzeitlich durch die Landesdatenschutzbeauftragte auf Herz und Nieren geprüft – und für sehr gut befunden.

Aus den Antworten, die ab Ende August 2020 erwartet werden, ergibt sich ein Stimmungsbild der Einwohner mit Blick auf ihre Gemeinde. Dieses zeigt in erster Linie Bedarfe auf und ist die Basis für die Folgearbeit an künftigen Handlungsschwerpunkten sowie für die Strategieentwicklung.

Eine Auswertung wird zu gegebener Zeit auf stahnsdorf.de veröffentlicht. Für Fragen und Anregungen steht das E-Mail-Postfach direktedemokratie@stahnsdorf.de bereit.

(28.07.2020)

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