Gemeinde holt Eltern ins Boot und startet Maskenpflicht in Kitas

Die Anzahl der zu betreuenden Kinder in der Notbetreuung hat ein Niveau erreicht, das es deutlich schwieriger macht, den Infektionsschutz in stets gleich hohem Maße zu gewährleisten und ohne die Öffnung weiterer Einrichtungen auszukommen.

Daher sind derartige weitere Maßnahmen unumgänglich: Ab 4. Mai 2020 haben Eltern während ihres Aufenthalts in den kommunalen Kindertagesstätten der Gemeinde Stahnsdorf die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Bislang wird in vier der sieben Kitas Notbetreuung angeboten.

Die Anträge auf Notbetreuung aufgrund der Lockerungen des Zugangs zur Notbetreuung haben schrittweise zugenommen. Zum Beginn der Notbetreuung am 18. März 2020 lagen insgesamt 75 Ansprüche auf Notbetreuung vor. Am 17. April 2020 verzeichneten wir 108 Ansprüche und mit Stand vom 27. April 2020 sind mittlerweile 196 Ansprüche auf Notbetreuung zu verzeichnen.

Es wird damit gerechnet, dass die Anträge weiter zunehmen werden, und damit stellt sich die Frage, ob dies noch als "erweiterte Notbetreuung" gilt oder eher als "eingeschränkter Regelbetrieb" zu bezeichnen ist, wie es im Fahrplan vom 28. April 2020 zur Rückkehr in den Kita-Normalbetrieb seitens des Bundesfamilienministeriums ausgedrückt wird.

Die Gemeinde erfüllt die Anforderungen bestmöglich und versucht, die Gruppen klein zu halten, ohne neue Einrichtungen öffnen zu müssen, und mehr denn je die grundlegenden Hygieneregeln penibel zu beachten. Die diensthabenden ErzieherInnen tun das Menschenmögliche.

Bislang variiert der tägliche Betreuungsbedarf der notbetreuten Kinder täglich bzw. wöchentlich. Nach bisherigen Erfahrungen sind somit tatsächlich zwischen 40 und 60 Prozent der für die Notbetreuung anspruchsberechtigten Kinder zeitgleich in den Kitas. Je länger die öffentlichen Einschränkungen wie etwa das Kontaktverbot dauern, desto eher ist auch hier mit Steigerungen zu rechnen.

Elternaushang zur "Maskenpflicht" in den kommunalen Kindertagesstätten (pdf)

(30.04.2020)