Bauantrag fertig: Bürgermeister bringt neue Feuerwache auf den Weg

Ihre Notwendigkeit wurde nie bestritten, und doch wurde jahrelang um sie gerungen: Die Rede ist von der neuen Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf. Den Blick nach vorn gerichtet, markiert der 8. April 2021 nun ein entscheidendes Etappenziel auf dem Weg zum langersehnten Gebäude.

Mit seiner Unterschrift unter den Bauantrag leitete Bürgermeister Bernd Albers an diesem Donnerstag den nächsten Schritt ein, der noch in diesem Jahr zum Baubeginn führen soll. Den fertigen Bauantrag legt die Verwaltung nun unverzüglich bei der Unteren Bauaufsicht beim Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Genehmigung vor.

Erfahrungsgemäß dauern die Bearbeitungsvorgänge bei der Baugenehmigungsbehörde des Landkreises mehrere Monate. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir noch in 2021 den ersten Spatenstich auf der Baustelle setzen können. Je weniger Zeit die Kameradinnen und Kameraden in der alten Wache noch verbringen müssen, desto besser", sagt Bürgermeister Albers, der auf einen Einzug der Feuerwehrtrupps im Folgejahr 2022 setzt.

Voraus ging dem jetzigen Bauantrag ein mehrmonatiger Beratungsprozess in den kommunalen Fachausschüssen, wo noch letzte Details geklärt wurden, etwa die Frage nach einer Teil- oder Vollunterkellerung des Gebäudes. Erarbeitet wurde der Bauantrag von dem durch Ausschreibung gebundenen Architekturbüro Kagel.

Das Büro aus Werder/Havel plante unter anderem federführend die 2010 eröffnete Feuer- und Rettungswache in der Potsdamer Holzmarktstraße. Auch Feuerwehren in Werder, Trebbin, Beelitz, Satzkorn und Liebenwalde konzipierte dieses Büro.

In Stahnsdorf ist für den Einsatzfuhrpark eine Fahrzeughalle mit sieben Stellplätzen vorgesehen, wovon einer als Waschhalle konzipiert ist. Hinter den Stellplätzen sind das Lager und Werkstätten angeordnet. Die bebaute Fläche untergliedert sich in ein Sozialgebäude, die Fahrzeughalle, einen Parkplatz sowie einen Übungsplatz mit Schallschutzwand, die zur Annastraße gerichtet ist und Emissionen mindert, die von dem Areal ausgehen.

Das zweigeschossige Gebäude erhält nach dem in der Februar-Sitzung 2021 geäußerten mehrheitlichen Wunsch der Gemeindevertretung eine zusätzliche Vollunterkellerung sowie eine Eisspeicher-Heizung und ist behindertengerecht konzipiert.

Mehrere Umkleiden und Sanitärräume für die Mitglieder befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind die Umkleiden für die Jugendfeuerwehr angeordnet sowie zwei Schulungsräume, die zu einem großen Raum vereint werden können. Auch Büros sind Teil des Konzeptes sowie eine Küche. Die Räumlichkeiten sind modern ausgestattet und erfüllen die Anforderungen an das Gebäude für eine mögliche Nutzung als Einsatzlagezentrum.

(08.04.2021)

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