Zukunft des Wilmersdorfer Waldfriedhofs in Workshop diskutiert

Am Samstag, 2. Juli 2016, wurde in einem Workshop im Gemeindezentrum über die Zukunft des Wilmersdorfer Waldfriedhofs Güterfelde beraten.
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Seit Jahrzehnten wird der Wilmersdorfer Waldfriedhof Güterfelde vom Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf als Eigentümer verwaltet. Neubestattungen finden dort seit 2005 nur noch im Rahmen von Zubettungen in Familiengräber statt.

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich nun mit einem Nachnutzungskonzept unter dem Titel "Kleines Paradies". Sie steht im Austausch mit dem Berliner Bezirk und der Gemeinde Stahnsdorf. In Zusammenarbeit mit Bürgermeister Bernd Albers und Bezirksstadtrat Marc Schulte fand am Samstag, 2. Juli 2016, ein offener Workshop zu diesem Thema im Sitzungssaal der Gemeinde Stahnsdorf statt.

Dabei wurde mit und für Interessierte die Historie des parkähnlichen Geländes am Potsdamer Damm sowie dessen Ist-Situation beleuchtet, um anschließend die Projektidee der AG-Leitung um Gabriele Kewitz, Anne Keding und Stella Sander zu diskutieren. Der Fokus ihres Vorhabens liegt in einer verträglichen Nachnutzung im Sinne des Erhalts der denkmalgeschützten Parkfläche sowie der Bauten als Ort der Zusammenkunft von Bürgern für Bürger.

Ziel ist, so betont die AG, ein lebendiges, wachsendes und zu gestaltendes Projekt inmitten des Naturdenkmals, unter anderem mit kulturellem, sozialem und gesellschaftlichem Schwerpunkt.

Im Ergebnis des Workshops erklärte sich der zuständige Berliner Bezirk bereit, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Dieses soll die Kosten klären, die eine Reparatur (Wiederbegehbarkeit) oder Komplettsanierung der sehenswerten Friedhofskapelle verursacht. Ein gefahrenfreies Betreten des Kirchenbaus ist derzeit unmöglich, das Gebäude aus diesem Grund baupolizeilich gesperrt.

(04.07.2016)