Verkehrsgesellschaft passt Angebot an – Verbesserungen auf Linie 627

Grafik: Regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH

Wie die zuständige Verkehrsgesellschaft Regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH (Regiobus) mitteilte, sind zum 24. März 2018 umfangreiche Anpassungen im Rufbusangebot im Raum TKS erforderlich. Dies betrifft die Wochenenden und Feiertage.

Für die Gemeinde Stahnsdorf wirkt sich die bevorstehende Änderung überwiegend positiv aus. So stellte Regiobus im Rahmen seiner einjährigen Potenzialanalyse fest, dass die Linie 627, die von der Waldschänke über die Annastraße und Güterfelde nach Schenkenhorst bis nach Sputendorf verkehrt, mit Ausnahme einiger Fahrten am frühen Samstagmorgen regelmäßig nachgefragt ist.

Aufgrund dessen und durch die zu erwartende Nachfragesteigerung bei Umstellung auf ein anmeldefreies Angebot wird der überwiegende Teil der Fahrten der 627 auf regulären Busverkehr im Stundentakt umgestellt. Insbesondere sonn- und feiertags werden davon die peripher gelegenen Ortsteile Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf, aber auch die Blumen- und Mädchensiedlung sowie die Wohngebiete entlang des Güterfelder Damms profitieren. Lediglich einzelne schwach nachgefragte Fahrten auf der genannten Route entfallen, überwiegend am Samstagmorgen.

Die Regiobus-Linie 627 verkehrt zwischen der Waldschänke und dem Sputendorfer Lärchenring.
Sie passiert dabei unter anderem die Blumen- und Mädchensiedlung sowie Güterfelde und Schenkenhorst.

Auf der Linie 626 fiel bei der Regiobus-Potenzialanalyse auf, dass die Anzahl der bestellten Fahrten innerhalb des Untersuchungszeitraums Dezember 2016 bis November 2017 mit Ausnahme von drei Fahrtenpaaren gering war.

Besondere Nachfrage besteht einerseits zwischen den Haltestellen Briefzentrum und Enzianweg sowie andererseits Waldschänke und Stahnsdorfer Hof. Hierzu stellt der Busversorger fest, dass Alternativangebote – wie die Linie 615 an der Iserstraße oder der weitere Linienverkehr am Stahnsdorfer Hof – gut fußläufig erreichbar sind.

Unter dem Strich bleibt ab dem 24. März 2018 sonn- und feiertags ein kleineres Angebot an Fahrten auf der planmäßigen Route von der Waldschänke über den Green Park nach Ruhlsdorf bestehen. Mit Änderungen auf der Linie 626 ist spätestens mit Beginn der Baumaßnahme Potsdamer Allee / Bäkedamm ab Sommer 2018 zu rechnen.

Weitere Änderungen im Rufbusverkehr betreffen die außerhalb in Kleinmachnow und Teltow verkehrenden Linien 621, 625 und 628. Näheres dazu gibt die Regiobus gesondert bekannt.

(19.03.2018 / mit Material Regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH)

Hintergrund: Fahrplananpassungen zum 24. März 2018 bei der Regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH

  • Aufgrund des 2007 abgeschlossenen öffentlichen Dienstleistungsauftrags zwischen Regiobus und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark waren alle Subunternehmerleistungen im vergangenen Jahr neu auszuschreiben und zum 24. März 2018 neu zu vergeben. Darunter fallen auch die bisher durch die Potsdamer Firma Kortschlag erbrachten Leistungen im Rufbusverkehr und Linientaxiverkehr auf den Linien 621, 625, 626, 627 und 628.

  • Im Rahmen der Ausschreibung ging kein Angebot für diese Leistungen ein, sodass hierfür ab 24. März 2018 kein Dienstleister mehr zur Verfügung steht. Durch die veränderte Rechtslage mit Mindestlohngesetz und dem brandenburgischen Vergabegesetz ist nach Ansicht des Verkehrsdienstleisters auch nicht davon auszugehen, dass ein Unternehmen gefunden werden kann, was die Leistungen zu den bisherigen Konditionen erbringt.

  • Für die fünf genannten Linien wurden die Abrufquoten, das heißt die Anzahl der bestellten Fahrten, innerhalb des Zeitraums Dezember 2016 bis November 2017 ausgewertet und der maximal möglichen Anzahl von Fahrten gegenüber gestellt.

  • Des Weiteren wurden für diese Linien mögliche Alternativangebote dargestellt ─ wie etwa der Fußweg zur nächsten durch reguläre Linien bedienten Haltestelle. Aus der Gegenüberstellung von Abrufquoten und möglichen Alternativangeboten wurden für jede der genannten Linien individuell Lösungen aufgezeigt.

  • Allgemein zeigte sich in der Potenzialanalyse, dass die Nachfrage auf den Linien sehr inhomogen ist.