Sturmtief "Renate" bescherte Gemeindefeuerwehr reichlich Einsätze

Glück im Unglück: Der Baum beschädigte bei seinem Sturz weder das benachbarte Wohnhaus noch die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr.

Sturmtief "Renate" und weitere Unglücke bescherten den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde zehn Einsätze am Mittwoch, 6. Juli 2016. Bis zum Nachmittag waren es allein sechs Alarme.

Schon in den frühen Morgenstunden rückten die Kameraden nach Saarmund aus ─ dort unterstützten sie einen Einsatz mit ihrer Drehleiter. Anschließend brannte in Stahnsdorf vormittags eine Elektroanlage. Gegen Mittag wurde die Feuerwehr schließlich zu einer Brandmeldeanlage sowie einem Kleinbrand in einem Waldstück bei Güterfelde gerufen.

Der Nachmittag hielt Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für den Landkreis bereit, und die Auswirkungen waren besonders in TKS zu spüren. Der heraufziehende Sturm knickte gleich mehrere Bäume um ─ in zwei Fällen mit Verkehrsbehinderungen für den Auto- und sogar den Schiffsverkehr.

Doch eins nach dem anderen: Zunächst drohte in der Wilhelm-Külz-Straße ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen. Für die präventiven Fällarbeiten musste die West-Ost-Magistrale mitten im Berufsverkehr gesperrt werden ─ mit entsprechender Staubildung. Dass die Maßnahme zwingend notwendig war, zeigte sich nur Minuten später. Noch während der Vorbereitungen stürzte der betroffene Baum durch den Einfluss der heftigen Windböen in die Gegenrichtung, und zwar mitten über die Fahrbahn.

Schwimmende Barriere der etwas anderen Art:
Ein kompletter Baum behinderte zeitweise den Schiffsverkehr auf dem Teltowkanal.
(Fotos: Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf)

Auch der Mittwochabend stand bei der Gemeindefeuerwehr ganz im Zeichen des Sturmes. Ein Einsatz der vergleichsweise seltenen Art war auf dem Teltowkanal abzuleisten: Dort brach der Sturm einen kompletten Baum ab und warf ihn förmlich in den Kanal. Der Baum schwamm in der Folge und bildete eine Barriere für den Schiffsverkehr. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei und dem Boot der Berufsfeuerwehr Teltow sicherten die Kameraden den Baum, welcher später von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) entfernt wurde.

Auf dem Weg zum Einsatz stellte die Feuerwehr mehrere teils mehrfach gebrochene Bäume am Uferweg fest, die zur Sicherung der Fußgänger unverzüglich entfernt werden mussten und ebenfalls auf das WSV-Schiff verladen wurden. Bis nach Mitternacht dauerte dann ein Einsatz, bei dem erneut ein Baum in bedrohliche Schieflage nahe eines Wohnhauses geraten war. Für die Bewältigung all dieser Mammutaufgaben in kurzer Zeit sagen wir: Danke!

(07.07.2016 / mit Material Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf)

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Weitere Impressionen vom Sturmtief "Renate" (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf/Facebook)