Sturmtief "Xavier" wütete mit voller Wucht durch Stahnsdorf

Mit selten dagewesener Wucht hat sich ein Sturmtief am Donnerstag, 5. Oktober 2017, förmlich über die Region gewälzt. Im Warnzeitraum, den der Deutsche Wetterdienst auf 11 bis 20 Uhr eingegrenzt hatte, ließ es "Xavier" mittags und am frühen Nachmittag noch weitgehend ruhig angehen. Ab 15 Uhr frischte der Wind jedoch merklich auf und erreichte zwischen 16 und 17 Uhr in Böen Orkanstärke.

Ganze 97 unwetterbedingte Einsätze binnen 24 Stunden verzeichnete die Feuerwehr in diesem Zusammenhang in der Gemeinde Stahnsdorf, wovon bis zum Freitagabend, 6. Oktober 2017, die wichtigsten abgearbeitet wurden. Mehrere Straßen waren zeitweise unpassierbar, so auch der Güterfelder Damm. Dort lagen gleich mehrere dicke Bäume teils quer über der Fahrbahn. Ausweichverkehr suchte sich derweil in Nord-Süd-Richtung seinen Weg, das bekam im Feierabendverkehr am Tag des Unwetters insbesondere das Grashüpferviertel zu spüren.

Fotos: Gemeinde Stahnsdorf (3 x), René Teichmann

Die Spur der Verwüstung ist in Form großer Mengen an Grünabfall im öffentlichen Raum noch immer sichtbar, und wird es noch einige Tage sein. Genug Arbeit für die Folgetage ist noch übrig, sodass die Motorsägen der Feuerwehr vorerst nicht stillstehen. Mit weiteren Notrufen wird gerechnet, denn selbst scheinbar kräftige Bäume hatte der Sturm entwurzelt oder zumindest gewaltige Äste davon herabgerissen. Personenschäden wurden glücklicherweise bislang nicht gemeldet.

Das "Tagesgeschäft" der Feuerwehr hört indessen nicht auf: Am Freitagmorgen, 6. Oktober 2017, wurde sie zu einem Einsatz auf die Landesstraße 40 bei Marggraffshof gerufen, wo ein Lastwagen in Brand stand. An dieser Stelle richten wir unseren Dank an die Kameraden, die bereits im Einsatz waren oder es noch sind, für ihr besonnenes Handeln in dieser Ausnahmesituation.

(aktualisiert 06.10.2017; 22:00 Uhr)