Straßenbau in Vogelsiedlung vorfristig abgeschlossen

Eine weihnachtliche Überraschung für alle Anlieger der „Vogelsiedlung“: Die Sperberstraße sowie der Schwalben- und Finkensteg sind am Donnerstag offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Rund ein halbes Jahr vor dem prognostizierten Ende der Bauarbeiten – avisiert war der Mai 2015 – konnten Bürgermeister Bernd Albers und Hauptamtsleiter Steffen Weickert gemeinsam mit Michael Klemm, Sachbearbeiter für Verkehrsflächen, und dem vor Ort zuständigen Planungsingenieur Ralf Joppa das symbolische Band durchschneiden.

„Die Bürger haben nun einen sauberen, sicheren und bequemen Verkehrsweg zu ihren Wohnungen und Häusern“, sagt Bürgermeister Bernd Albers. Das nun beendete Bauprojekt sei ein weiterer Schritt nach vorn zur Realisierung des Straßenausbauprogramms der Gemeinde Stahnsdorf, das im kommenden Jahr als erstes mit dem Bau des Rosenwegs fortgesetzt werde.

Besonders hervorzuheben sei laut Albers und Joppa die hervorragende Zusammenarbeit mit den Anliegern der „Vogelsiedlung“ im Vorfeld der Maßnahme, aber auch deren baubegleitendes, konstruktives Mitwirken.
Seit dem 10. Juni dieses Jahres wurde dort gebaut, die Abnahme der Gesamtbauleistung erfolgte nach gut sechs Monaten, genauer am 11. Dezember. Ursprünglich war eine Bauzeit bis Mai 2015 avisiert.

Trotz der vorfristigen Fertigstellung wurde der Kostenrahmen für die erstmalige Herstellung der drei Straßen eingehalten. Das gesamte Investitionsvolumen für die Baumaßnahme, also Bau- und Baunebenkosten, betrugen 775.000 Euro.

Hintergrund:

Bereits im Jahr 2006 fanden aufgrund von Anliegerbeschwerden Anwohnerversammlungen statt, in denen mehrheitlich der Bau der Straßen Sperberstraße, Finkensteg und Schwalbensteg auf Wunsch der Anlieger festgelegt wurde.

Im Haushalt 2009 war diese Maßnahme erstmals im Haushalt enthalten. Aufgrund von Gewerbesteuereinbrüchen musste diese hinter dem zunächst priorisierten Ausbau der sozialen Infrastruktur zurückstehen.

Mit dem 2012 gestarteten Straßenausbauprogramm der Gemeinde, durch welches zunächst die benachbarte Starstraße und anschließend der Enzianweg ausgebaut wurden, folgten 2014 nun die Straßen Schwalbensteg, Finkensteg und Sperberstraße.

Der Verkehrsraum der Erschließungsanlagen Sperberstraße, Schwalbensteg und Finkensteg im Bereich der Tempo-30-Zone „Vogelsiedlung“ war vor der baulichen Erneuerung in einem ungeordneten Zustand. Fahr- und Fußgängerbereich sowie Parkflächen waren nicht baulich vorgegeben. Eine Oberflächenentwässerung war nicht vorhanden und führte auf Grund von Pfützenbildung sowie von Überleitungen auf Privatgrundstücke oft zu Problemen. Eine straßenbegleitende Beleuchtung war vorhanden, jedoch in einem schlechten baulichen Zustand.

Die Gemeindevertreter beschlossen im Februar 2014 das technische Bauprogramm für die erstmalige Herstellung der Erschließungen. Es sah eine Oberflächenbefestigung in Asphaltbauweise in einer Breite von drei Metern sowie eine 1,75 Meter breite Anpflasterung als überfahrbare Gehbahn vor. So ergibt sich eine erforderliche Fahrbahnbreite von 4,75 Metern. Zur Ordnung des Verkehrsraumes wurden 29 separate Parkplätze geschaffen, die Oberflächenentwässerung erfolgt über Sammelverrohrung und die Straßenbeleuchtung wird nun durch moderne, energiesparende LED-Technik gewährleistet. Die Lampen tragen durch Stromeinsparung zu einem verringerten Kohlendioxid-Ausstoß bei und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Zur Sicherung des Schulweges wurde zwischen dem Schwalbensteg und der Falkenstraße ein Verbindungsweg geschaffen. Durch alle baulichen Veränderungen ist insgesamt ein erheblicher Gewinn an Lebensqualität in der „Vogelsiedlung“ zu verzeichnen.

(18.12.2014)