Stahnsdorfs Verwaltung nimmt erstmals Elektroauto in Betrieb

100 Prozent elektrobetrieben - 100 Prozent sauber

Eine Premiere der besonderen Art: Pünktlich zum Monatsbeginn hat die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf ein neues Fahrzeug in Empfang genommen, und zwar nicht irgendeins. Das Besondere am „i-MiEV“ – die Abkürzung des Automobiltyps steht für „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“ – ist, dass es zu 100 Prozent mit elektrischem Strom angetrieben wird. Somit ziert erstmals in der Geschichte der Gemeinde Stahnsdorf ein Auto, das ohne fossile Brennstoffe betrieben wird, den Verwaltungsfuhrpark.

Stahnsdorf geht Weg zu umweltfreundlicher Mobilität weiter

„Wir bleiben auf dem richtigen Weg in Richtung umweltverträglicher, „sauberer“ Mobilität. Das Fahrzeug leistet in der Gemeinde und für die Gemeinde Stahnsdorf einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Bürgermeister Bernd Albers.
Gaby Breitenwischer, Geschäftsführerin der gleichnamigen Autohäuser in Stahnsdorf und Werder/Havel, übergab Albers kürzlich in einem symbolischen Akt die Wagenschlüssel für den fünftürigen Elektroflitzer und wies ihn anschließend in die Besonderheiten der Bedienung ein. Der i-MiEV war das weltweit erste lupenreine Elektroauto, dem die Serienreife bescheinigt wurde. 2009 ging das Fahrzeug im Mutterland Japan in Serienproduktion, seit 2010 wird das Auto auch in Europa vertrieben.

Nach acht Stunden Aufladen wieder betriebsbereit

Im täglichen Betrieb nutzen wird den kleinen weißen Flitzer vornehmlich der Fachbereich Finanzen. Mit der am Gemeindezentrum installierten Ladesäule können die Kolleginnen und Kollegen den Wagen auf dem eigens für diesen Zweck reservierten Stellplatz in üblicherweise acht Stunden wieder in Betriebsbereitschaft versetzen, im Schnelllademodus auch zügiger.

Fast geräuschlos gleiten - mit einer Stromfüllung bis zu 160 Kilometer weit

Übrigens verursacht der i-MiEV auf seinen Touren keinerlei Abgase. Bis auf das sanfte Rollgeräusch der Räder bewegt sich der mit 67 PS ausgestattete Wagen somit emissionslos über die Straßen. Seine Reichweite schwankt je nach Einsatz der Verbraucher an Bord, zum Beispiel der Heizung. „Einer unserer Kunden hat es mit einer Stromfüllung von Stahnsdorf bis nach Leipzig geschafft“, sagt Unternehmerin Breitenwischer. Das sind immerhin 160 Kilometer, was auch dem vom Hersteller angegebenen Maximum entspricht. Für das zu 100 Prozent elektrobetriebene Auto erhebt der deutsche Zoll in den ersten zehn Betriebsjahren keine Kraftfahrzeugsteuer.

(03.02.2015)