Stahnsdorf soll Partnerschaft mit tschechischer Gemeinde schließen

Grafik: Gemeinde Stahnsdorf

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stahnsdorf haben entschieden: Mit knapp 53 Prozent der im April initiierten Befragung abgegebenen Stimmen haben sie für die Anbahnung einer Partnerschaft im Nachbarland Tschechien gestimmt.

Die Verwaltung hat daraufhin in den vergangenen Wochen mit rund einem Dutzend tschechischer Gemeinden und Städte im grenznahen Raum Kontakt aufgenommen. Wichtig war dabei, das von der Gemeindevertretung gewünschte vergleichbare Profil einzuhalten.

Interesse bekundeten bislang die beiden nordböhmischen Städte Česká Lipa (ca. 37.000 Einwohner mit Stand 1. Januar 2015) und Semily (12.600). Von tschechischer Seite aus gibt es konkrete Einladungen für einen Besuch im September dieses Jahres, die Bürgermeister Bernd Albers zur Anbahnung der Partnerschaft nutzen möchte.

Zu den weiteren Vorschlägen neben Tschechien zählten unter anderem konkrete Ideen für Partnerschaften mit Marx (Russland), Wiener Neudorf (Österreich), Sankt Vith (Belgien) oder der französischen Gemeinde Prads-Haute-Bléone, auf deren Gebiet Germanwings-Flug 9525 am 24. März dieses Jahres zerschellte.

(10.08.2015)

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Hintergrund

  • Im Zuge der 750-Jahr-Feier entstand der Gedanke, eine Partnergemeinde für Stahnsdorf zu finden. Diese Idee wurde durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 6. November 2014 mit dem Beschluss zur Drucksache B-14/086 manifestiert, versehen mit der Maßgabe, auf internationalem Maßstab einen Partner mit ähnlichem Profil zu finden.

  • Daraufhin konnten die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stahnsdorf im April dieses Jahres per Brief, Mail oder Fax Hinweise und Anregungen geben, die entweder auf eine konkrete Gemeinde abzielten oder allgemein ein Land bzw. eine Region betrafen, in der sich Stahnsdorf nach Partnern umsehen sollte.
    An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die sich aktiv mit ihren Vorschlägen und Ideen eingebracht haben!

  • Ein Gremium aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Einwohnern wird die endgültige Auswahl unter allen Gemeinden treffen, mit denen erfolgreiche Anbahnungsgespräche geführt werden.