Neues Sportlerheim der SG Schenkenhorst fertig

Das neue Sportlerheim der SG Schenkenhorst 1912 (SGS) ist fertiggestellt. Kurz vor Weihnachten hat der Kreis Potsdam-Mittelmark den Neubau des Sportlerheims auf dem Gelände an der Potsdamer Landstraße technisch abgenommen, wie der Vereinsvorsitzende Dr. Jörg Bischoff bei einem Rundgang mit Bürgermeister Bernd Albers und Kämmerin Doris Höhne mitteilte.

Die Gasheizung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Stromzufuhr sind bereits installiert und gesichert. Letzte Malerarbeiten finden in den kommenden Wochen statt, so Bischoff. Danach müsse noch Mobiliar bestellt werden, etwa Sitzbänke mit Garderobenhaken.

Mehrere Umkleideräume und Sammelduschen, Sanitärbereiche mit einer behindertengerechten Toilette, ein Lagerraum, Heizungsraum mit 950-Liter-Warmwasserspeicher aus Stahl, Dachboden mit Lagerpotenzial sowie ein Mehrzweckraum mit Küche zieren den Flachbau in Schenkenhorsts Ortskern. Ein gefliestes Vereinslogo findet sich sowohl in den Duschen als auch in größerer Form im Aufenthaltsraum. „Das ist eine Idee, auf die man mich auf Madeira gebracht hat. Das gesamte Gebäude schafft für die Gemeinde einen echten Mehrwert“, ist sich Bischoff sicher.

„Die SG Schenkenhorst prägt die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung maßgeblich. Das neue Gebäude wird ein wichtiger Anlaufpunkt für die Dorfgemeinschaft. Wir sind froh, dass der Verein den Neubau durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Stahnsdorf errichten konnte“, sagte Bürgermeister Bernd Albers, der vom Vereinsvorsitzenden Bischoff symbolisch den Schlüssel für die neue Heimstätte überreicht bekam. Die Gemeinde Stahnsdorf hatte der SGS im Jahr 2014 einen Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro für den Bau des Sportlerheims gewährt.

Auch auf dem übrigen SGS-Gelände tut sich Einiges: Mit Kräften und Mitteln des Vereins sowie Unterstützung der Gemeinde wurde die in den 1970er Jahren zu einer Sporthalle umgebaute, ehemalige Scheune auf Vordermann gebracht, unter anderem die Medienanschluss gesichert.

Es wurden unter anderem Bodenbeläge ausgebessert und Eckschienen angebracht sowie die Zuwegung zur Halle mit Split aufgefüllt, geebnet und verfestigt. Im Außenbereich werden nach Abschluss aller Arbeiten noch Parkplätze angelegt.

Für Dr. Jörg Bischoff bedeutet der Abschluss des Bauvorhabens auch das würdige Ende seiner langen ehrenamtlichen Vorstandskarriere bei der SGS. Er legt sein Amt in Kürze nieder, um einen Generationenwechsel anzuschieben, wie er Bürgermeister Albers zu dessen Bedauern mitteilte.

Kurze Chronik:

Anfang des 20. Jahrhunderts sind erste sportliche Aktivitäten auf Schenkendorfer (heute: Schenkenhorster) Boden belegt. Als sich 1912 der Radfahrverein „Viktoria 08“ dem Breitensport zuwandte, wurde der Grundstein für den organisierten Sport im Dorf gelegt. Gymnastik, Turnen und Leichtathletik fanden bereits damals großes Interesse. Etwa ein Drittel aller Bürger im Ort trieb damals Sport.

Die Aufnahme des (Großfeld-)Handballs in den Sportartenkatalog des Schenkendorfer Vereinssports zu Beginn der 1920er Jahre löste einen Boom aus, der die damals noch unter freiem Himmel betriebene Sportart im Jahr 1926 zur mitgliederstärksten Abteilung machte.

1947 wurde nach langer Zeit des Stillstands in der Vorkriegs- und Kriegszeit die SGS gegründet, 1950 im Zusammenschluss mit Sputendorf und Ahrensdorf eine SG „Vorwärts Nord-West“.

Seit dem 6. Dezember 1957 war die SGS eigenständig. Eine Handball-Spielgemeinschaft mit Ahrensdorf existiert seit 1972. Im Jahr 2012 feierte man würdig sein 100-jähriges Bestehen.