Neue Gedenktafeln in Schenkenhorst – Frische Bäume in Sputendorf

Das renovierte Gedenk-Ensemble neben der Dorfkirche Schenkenhorst ist ein Hingucker für Ortsansässige und Gäste.

Auch kurz vor dem Jahresende tut sich Einiges in den Ortsteilen der Gemeinde Stahnsdorf: In Schenkenhorst wurde das Mahnmal für die Toten des Ersten Weltkriegs an der Dorfstraße, gleich neben der Kirche, jüngst erweitert. Auf Anregung des Ortsbeirats Schenkenhorst hatte die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 26. März 2015 einstimmig für diese Maßnahme plädiert. Anlass bot hierfür insbesondere der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs.

Der Gedenkstein für die Opfer des Ersten Weltkrieges wurde an seiner jetzigen Stelle durch zusätzliche Elemente ergänzt. Auf Findlingsplatten sind nun auch die Namen aller im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen zivilen Opfer und der gefallenen Soldaten aus Schenkenhorst verewigt. Zudem erfährt der Betrachter, dass an diesem Ort aller Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Vertreibung gedacht werden soll.

"Der Gedenkort in Schenkenhorst veranlasst dazu, einen Blick zurück in die dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts zu werfen, und hat aufgrund der Flüchtlingsthematik gleichzeitig einen aktuellen Bezug", verweist Bürgermeister Bernd Albers darauf, dass politische Unterdrückung und militärisch-physische Gewalt unverändert Gründe für Migration sind. Ein solcher Ort, wo man inne halten könne, sei deshalb besonders wichtig.

Die Anlage wurde gärtnerisch gestaltet, um den Gedenksteinen eine einfache, aber eindrucksvolle Würde zu geben. Auf gleiche Weise wurde bereits die Gedenkstätte in Güterfelde umgestaltet. Alles in allem investierte die Gemeinde Stahnsdorf 8000 Euro in die Umgestaltung.

Bürgermeister Bernd Albers begutachtet die jüngsten Baum- und Gehölzpflanzungen am Sportplatz in Sputendorf.

(Fotos: Gemeinde Stahnsdorf)

Auch im benachbarten Sputendorf gibt es Neuigkeiten im Ortsbild: Für die Beseitigung absterbender Pappeln auf einem kommunalen Flurstück unweit des Sportplatzes Wilhelm-Pieck-Straße forderte die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Potsdam-Mittelmark Ersatzpflanzungen.

Der Ortsbeirat Sputendorf brachte sich in die dazugehörige Diskussion konstruktiv ein und unterbreitete den Vorschlag, eine Streuobstwiese zu gestalten. Letztlich ließ die Gemeinde vor Ort kürzlich 25 Linden und 36 Obstgehölze in den Boden bringen, die in den kommenden Jahren für eine Aufwertung der Flora und weitere Entwicklung der Vegetation sorgen sollen. Ein Teil der Neupflanzungen erfolgte mit Hilfe zweckgebundener Einnahmen aus der Baumschutzsatzung.

(08.12.2015)