Losgehüpft! – Verwaltung lässt Augen von Flüchtlingskindern leuchten

Reichlich Mühe hatten sich die Bewohner der beiden Übergangswohnheime (ÜWH) in Stahnsdorf mit ihrem Nachbarschaftsfest "Hallo Nachbarn!" am 26. Juli 2019 gegeben. Eingeladen hatten der Landkreis Potsdam-Mittelmark zusammen mit dem eingesetzten Heimbetreiber "Internationaler Bund e. V." (IB) und dem Jugend- und Familienzentrum "ClaB". Kredenzt wurde an jenem Tag ein buntes Allerlei an internationalen Speisen, deren Zutaten die Flüchtlinge in der Ruhlsdorfer Straße eingekauft, vor- und zubereitet hatten.

"Sowohl von Seiten der Gäste als auch der Bewohner war die Atmosphäre sehr aufgeschlossen. Man merkt deutlich, dass der Wunsch nach mehr Kontakt zu Einheimischen ein großes Bedürfnis ist, weil es zum Gelingen der Integration beiträgt", sagt Bürgermeister Bernd Albers. Er tauschte sich zu aktuellen Entwicklungen mit den vom IB eingesetzten Einrichtungsleiterinnen Hanka Pflug und Sylvia Grygoriew aus.

Leider erreichte die vom IB bestellte Hüpfburg das Veranstaltungsgelände in der Ruhlsdorfer Straße aufgrund eines technischen Defekts nicht. Der Bürgermeister bekam diesen für traurige Kinderaugen verantwortlichen Wermutstropfen mit und sagte der Heimleitung spontan zu, den beiden ÜWH in der Folgewoche einen Vormittag lang eine Hüpfburg zur Verfügung zu stellen.

Gegen ein kleines Entgelt konnte die Gemeinde ein solches Spielgerät beim Förderverein der Kita "Im Regenbogenland" entleihen. Gemeindearbeiter errichteten es am Morgen des 31. Juli 2019 und Bürgermeister Bernd Albers machte sich sogleich ein Bild vor Ort, dass die Tränen mittlerweile getrocknet waren und die Hüpfburg für strahlende Kinderaugen sorgte.

(31.07.2019)