Kommunales Energieeffizienz-Netzwerk KEEN: Das spart was

Grafik: EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

Ein Jahr nach dem Start des ersten gemeinde- und landkreisübergreifenden Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks (KEEN) ziehen die zehn beteiligten Städte und Gemeinden ein positives Zwischenfazit.

So wurde nach Erstellung der Energiebilanzen für alle 420 kommunalen Liegenschaften ein Einsparpotenzial von 30 Prozent Energie für Strom und Wärme im Vergleich zum heute geltenden Standard der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2015 festgestellt. Könnten diese alle realisiert werden, würden damit über 2.600 Tonnen CO2-Emissionen erspart oder mehr als 1,2 Millionen Euro im Jahr.

In den nächsten Monaten sollen in den einzelnen Kommunen, je nach Haushaltsmitteln und möglichen finanziellen Förderungen, erste Energiesparmaßnahmen umgesetzt werden. Geplant ist beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED-Systeme, der Austausch von Heizungsanlagen oder die energetische Sanierung ganzer Gebäude.

Im KEEN hatten sich im Juni 2017 neben Stahnsdorf neun weitere Kommunen zusammengetan: Fehrbellin, Großbeeren, Heiligengrabe, Hohen Neuendorf, Kloster Lehnin, Pritzwalk, Schönwalde-Glien, Teltow und Werder (Havel). Ihr gemeinsames Ziel: In drei Jahren gemeinsam Lösungen finden, um weniger Energie zu verbrauchen du damit die Klimabelastung zu senken.

Eine besondere Stärke des Netzwerks liegt im regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern. Pro Jahr sind vier Netzwerktreffen angesetzt. Dabei stellen die Kommunen unter anderem gemachte Erfahrungen bei bereits umgesetzten Effizienz-Projekten vor.

Zusätzlich werden Experten eingeladen, die Tipps und Tricks für anstehende Projekte vermitteln. Die Themen im ersten KEEN-Jahr: Modernisierung der Straßenbeleuchtung, Energiedatenmanagement, Speichertechnologien und Nahwärmenetze.

Die Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB) ist Initiator und Koordinator des Netzwerks, das im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz mit Mitteln des Bundes gefördert und von der EMB finanziell unterstützt wird.

(10.07.2018 / mit Material Energie Mark Brandenburg GmbH)