Jahreswechsel in der Region TKS von Todesfall überschattet

Grafik: Innenministerium Land Brandenburg

Mehr zu tun als erhofft hatten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Stahnsdorf, Güterfelde und Schenkenhorst/Sputendorf am Abend des Jahreswechsels und in der Silvesternacht.

Gegen 19:30 Uhr wurden die Kameraden zunächst zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert, was sich jedoch als Fehlalarm entpuppte.

Nur kurze Zeit später unterstützten die Feuerwehrleute Löscharbeiten der Kollegen in Kleinmachnow bei einem Gebäudebrand. Dort wurde Hilfe durch mit der Bereitstellung eines Trupps unter Atemschutz geleistet.

Gegen Mitternacht erfolgte die Anfahrt zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand. Vor Ort wurde glücklicherweise festgestellt, dass eine verunglückte Rakete noch vor dem Entzünden des Daches erloschen war. Gegen 2 Uhr wurde erneut ausgerückt, als eine Mülltonne in Flammen stand.

***

Überschattet wurden die Neujahrsfeierlichkeiten jedoch in erster Linie vom Tod eines 19-jährigen Stahnsdorfers auf einer privaten Silvesterfeier in der Kleinmachnower Heinrich-Mann-Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen explodierte dort gegen 0:50 Uhr ein selbstgebastelter Sprengkörper.

Bei der Detonation erlitt der junge Mann, der den Sprengkörper auf offener Straße selbst gezündet haben soll, schwerste Verletzungen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsversuche verstarb er noch vor Ort.

Neben Rettungsdienst und Polizei waren auch Seelsorger mehrere Stunden im Einsatz. Kriminaltechniker und Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten bis in die Vormittagsstunden des Neujahrstags Spuren am Unglücksort.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen und der Herkunft des Sprengkörpers und dessen Bestandteilen dauern an, die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein.

(02.01.2018 / mit Material Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf und Polizeidirektion West)