Grünzug dauerhaft frei zugänglich



(22.04.2014/rei) Knapp eineinhalb Jahre nach dem Bau von Einfriedungspfosten in der Sputendorfer Straße hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark die Beseitigung der Hindernisse angeordnet. Bis zum 30. Mai 2014 muss der Eigentümer, eine Gesellschaft aus Nordrhein-Westfalen, die mannshohen Pfosten abbauen. Andernfalls droht ein Zwangsgeld in vierstelliger Höhe, wie einem entsprechenden Schreiben der Unteren Bauaufsichtsbehörde Potsdam-Mittelmark zu entnehmen ist. "Die Errichtung erfolgte formell illegal", heißt es in dem amtlichen Dokument.

Pfosten stehen an beliebtem Erholungsgebiet

Das Gebiet zwischen Ruhlsdorfer und Sputendorfer Straße ist unter Erholungssuchenden, vor allem Spaziergängern, ein beliebtes Ausflugziel. "Die Zaunpfähle sind unrechtmäßig errichtet. Der Eingriff in Landschaft und Natur muss rückgängig gemacht werden", sagt Bürgermeister Bernd Albers, den Bürger in den vergangenen Monaten immer wieder auf den Missstand ansprachen. Nunmehr können alle Stahnsdorfer den freien Landschaftsraum wieder unverbaut beim Spaziergang genießen. Auch die Kinder der Lindenhof-Grundschule können nun wieder über die Grünfläche zur Schule gelangen.

Widerspruch des Eigentümers erfolglos

Anfang November 2012 hatten Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Stahnsdorf die rechtswidrige Einfriedung festgestellt und angezeigt. Der Kreis Potsdam-Mittelmark stellte fest, dass die Pfosten sich im sog. Außenbereich befinden und keinem land- oder forstwirtschaftlichen Zweck dienen. Unter anderem wäre dies eine Voraussetzung für die Befreiung von der Genehmigungspflicht gewesen. Der Widerspruch des Eigentümers gegen die Baueinstellungsverfügung war erfolglos.