Gemeindefeuerwehr half bei Großeinsatz am Dreieck Nuthetal

"Retten-Löschen-Bergen-Schützen", das stand in seiner extremsten Form seit Dienstagnachmittag bei einem Großeinsatz auf der A 10 auf dem Programm.
(Archivfoto: Gemeinde Stahnsdorf)

Rund 30 Kräfte der Gemeindefeuerwehr Stahnsdorf wurden zum gestrigen Großeinsatz auf der südlichen Bundesautobahn 10 nahe dem Dreieck Nuthetal gerufen. Dort war am Dienstagmittag, 26. April 2016, ein Laster verunglückt, hatte die Mittelleitplanke durchbrochen und war anschließend umgekippt. Nachdem sich der Fahrer selbst aus dem Führerhaus rettete, ging der LKW in Flammen auf.

Mit drei Löschfahrzeugen und zwei Mannschaftstransportern sowie einem Einsatzleitwagen rückten die hiesigen Feuerwehrleute aus, um gemeinsam mit Kollegen aus anderen Kommunen den Erstangriff auf das lichterloh brennende Wrack vorzunehmen.

Da die Ladung nach Medienberichten nicht oder nicht ausreichend gekennzeichnet war, wurde erst nach Einsatzbeginn klar, dass es sich bei dem verunfallten Laster um einen Gefahrguttransport mit ätzenden und giftigen Substanzen handelte. Daher wurde jener Teil der insgesamt rund 150 Kameraden vor Ort, der sich mit herkömmlicher Atemschutztechnik in die unmittelbare Nähe des Lasters begeben hatte, nach dem Einsatz zu Vorsorgeuntersuchungen in Krankenhäuser gebracht, wo unter anderem Inhalation oder Blutuntersuchungen auf dem Programm standen.

Nach Informationen der Gemeindewehrführung geht es den Kameraden aus Stahnsdorf und den Ortsteilen bis jetzt den Umständen entsprechend gut, während wiederum Kollegen aus anderen Kommunen, die am Unfallort beim Löschen und Bergen mithalfen, Vergiftungserscheinungen durch ausgetretene Gase zeigten. Wir wünschen gute Besserung!

(aktualisiert 27.04.2016, 12:00 Uhr)

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Fotoaufnahmen vom Unfallort auf der BAB 10 (Quelle: Gemeindefeuerwehr Stahnsdorf)