Gemeinde Stahnsdorf trauert um "Puppenmutti" Emma-Maria Lange

Eine ganz große Persönlichkeit der regionalen und überregionalen Kunst- und Kulturszene ist von uns gegangen: Emma-Maria Lange starb am 4. Mai 2016 im Alter von 95 Jahren in Potsdam.

Die Kleinmachnowerin habe nicht nur in TKS, sondern deutschlandweit wertvolle Spuren hinterlassen, sagt Bürgermeister Bernd Albers. Vor allem Generationen von Kindern prägte Frau Lange, denn bekannte Figuren wie Pittiplatsch, Schnatterinchen, Herr Fuchs und Frau Elster zählen zu ihren bekanntesten Schöpfungen.

In Stahnsdorf hat sie vor allem mit den Zille-Gören am Dorfplatz ein Werk von bleibendem Wert hinterlassen. Der Soziokulturelle Verein "Eins A" will der Verstorbenen auf dem diesjährigen Dorffest am 28. Mai 2016 eine würdige Ehrung zukommen lassen.

Am heutigen Dienstagnachmittag wurde im Landarbeiterhaus Zehlendorfer Damm 200 in Kleinmachnow der Verstorbenen gedacht. In einer eigens eingerichteten Ecke trug sich auch Bürgermeister Albers als einer der ersten Trauernden in das ausliegende Kondolenzbuch ein.

(17.05.2016)

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Hintergrund: Die Künstlerin Emma-Maria Lange

Gedenkecke für die Künstlerin im "Z 200"

Ihr Leben war im wahrsten Wortsinn bewegt: Emma-Maria Lange verlagerte ihren Lebensmittelpunkt mehrfach zwischen dem heimischen Baden-Württemberg und dem Berliner Raum, teils aus beruflichen, teils aus familiären Gründen.

Letztlich wurde die "Puppenmutti", wie sie viele aus der Bevölkerung liebevoll nannten, in Kleinmachnow alt und durch ihr nachhaltiges künstlerisches Schaffen ein unverwechselbares Kind der Region TKS.

Der Kunstverein "Die Brücke" schrieb aus dem traurigen Anlass des Abschieds von Emma-Maria Lange mehr zu ihrem beeindruckenden Lebenslauf nieder.

Emma-Maria Lange mit Bürgermeister Bernd Albers bei der Eröffnung "ihrer" Zille-Figuren 2014 am Dorfplatz
(Fotos: Gemeinde Stahnsdorf)