Feuerwehren leisteten nach Unfall von Gefahrguttransport Hilfe

Feuerwehreinsätze sind oft kompliziert. Einsätze, die unter Umständen mit dem Austritt von Gefahrstoffen verbunden sind, noch ein ganzes Stück schwieriger. Knapp elf Monate nach dem aufsehenerregenden Lkw-Unfall am Dreieck Nuthetal wurden die Feuerwehren der Gemeinde erneut zu einem zunächst als gefährlich eingestuften Einsatz gerufen.

Am Montagnachmittag, 13. März 2017, kollidierte auf der Bundesautobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Köselitz ─ in Fahrtrichtung München unmittelbar hinter der Landesgrenze zu Brandenburg ─ ein Tanklastzug mit einem weiteren Laster. Dabei kam der mit giftigen Stoffen beladende zweite Lkw von der Fahrbahn ab und erst im Straßengraben auf der Seite liegend zum Stillstand.

Gegen 14 Uhr ging der Alarm bei unserer Wehr ein, woraufhin Züge aus Stahnsdorf und Güterfelde ausrückten. Auf dem Weg zur Einsatzstelle wurde das Stahnsdorfer Löschgruppenfahrzeug zunächst von einem in der Rettungsgasse stehenden Lastwagen angehalten, aus diesem in beträchtlicher Menge Dieselkraftstoff auf die Fahrbahn entwich.

Nach dem Abpumpen und Binden des Treibstoffes setzte der Stahnsdorfer Trupp seine Einsatzfahrt fort und stellte an der eigentlichen Einsatzstelle einen Sicherungstrupp im Chemikalienschutzanzug bereit. Auch ein Trupp der unter anderem in Teltow stationierten Gefahrstoffeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark war am Einsatz auf der Autobahn beteiligt.

Im Zuge des Einsatzes stellte sich heraus, dass trotz hohen Sachschadens kein Gefahrstoff aus dem havarierten Laster ausgetreten war. Während der Aufräum- und Evakuierungsarbeiten blieb die Richtungsfahrbahn gen Süden mehrere Stunden gesperrt.

(14.03.2017 / mit Material Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf)

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Fotos: Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf / Facebook