Busunfall mit Schwerverletzten - Unglück im Gewerbegebiet simuliert

Mit derartigen und weiteren "Verletzungen" hatten es die Kameraden während der Übung zu tun.

Viel Kunstblut und jede Menge echten Schweiß hatte die Großübung der Gemeindefeuerwehr Stahnsdorf am Freitag, 8. Juli 2016, zu bieten. Bis zum Einsatzbeginn konnte erfolgreich geheimgehalten werden, dass es sich bei dem Verkehrsunfall mit einem Linienbus und zwei Autos nur um eine Simulation handelte.

Etwa ein halbes Jahr Vorbereitung steckte in dieser Übung: So organisierte die Leitung um Steffi Pietzner, ihres Zeichens stellvertretende Gemeindewehrführerin, unter anderem einen ausrangierten Fahrschulbus und zwei schrottreife Autos, bei deren Behandlung man nicht mehr allzu zart vorgehen musste. Auch die Suche nach Statisten, die sich verschiedene Verletzungen schminken ließen, war nicht einfach, am Ende aber erfolgreich.

Aus dem Buswrack waren Menschen zu evakuieren.

Eigens für die Übung war der Bereich Quermathe / Hamburger Straße voll gesperrt. Auch Bürgermeister Bernd Albers machte sich am Freitagabend ein Bild vom Geschehen und war angesichts des organisatorischen Aufwands sehr beeindruckt. Alles passierte unter erschwerten Bedingungen, denn pünktlich zum Übungsbeginn machte sich ein Gewitter mit Starkregen und Sturmböen über Stahnsdorf breit.

Unter dem Stichwort "Massenanfall von Verletzten" waren um 19:30 Uhr die Kameraden der Ortswehren Stahnsdorf, Güterfelde und Schenkenhorst sowie eines Rüstwagens aus Teltow, des Rettungsdienstes aus Teltow, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Landkreis alarmiert worden. Vor Ort bot sich ihnen ein verheerendes Bild: Ein Verkehrsunfall zwischen einem Bus und einem Autos hatte dazu geführt, dass diese beiden Fahrzeuge in die Seitenlage gerieten. Ein darauffolgendes Auto war zudem auf den liegenden Bus aufgefahren.

Ein Rettungszelt wurde für die Verletzten errichtet.
(Fotos: Freiwillige Feuerwehr Schenkenhorst)

Nach Lageerkundung der Einsatzleitung wurde klar, dass weitere Kräfte zur Unterstützung benötigt werden und so kamen auch die Kameraden aus Kleinmachnow hinzu. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort. Für diese gab es mehrere Einsatzschwerpunkte: Aus den Fahrzeugwracks mussten Insassen gesichert werden, im Bus mussten ebenfalls acht Personen gesichtet und dabei eine Triage angewandt werden.

Für die Unfallopfer stand ein Zelt bereit, in dem sie weiter behandelt und stabilisiert wurden. Ziel der Übung war das Festigen erlernter Fähigkeiten und den Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen. Die Zusammenarbeit der Kameraden untereinander, aber auch mit den Rettungskräfte der Sanitätsdienste verlief Hand in Hand. Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz abgearbeitet.

Zur Fotodokumentation "Große Übung" der Freiwilligen Feuerwehr Schenkenhorst auf Facebook

(11.07.2016 / mit Material Freiwillige Feuerwehr Schenkenhorst)

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Impressionen: Feuerwehr-Großübung am 8. Juli 2016 (Fotos: Freiwillige Feuerwehr Schenkenhorst)