Betrugsversuche falscher Beamter in der Region TKS häufen sich

Grafik: Innenministerium Land Brandenburg

In den zurückliegenden Tagen kam es in der Region TKS vermehrt zu Anrufen falscher Kriminalbeamter. Allein in Kleinmachnow gaben sich unbekannte Anrufer an nur einem Tag, dem 21. November 2019, in mindestens acht Fällen als Kriminalbeamte des LKA, BKA, der Berliner Polizei oder als Beamte eines sogenannten Einbruchsdezernats aus.

Stets hatten es die Täter darauf abgesehen, die Geschädigten mit Geschichten zu Verbrecherbanden zu verunsichern, die angeblich in der näheren Umgebung festgestellt wurden oder unterwegs seien. Ihr Ziel war es, auf diesem Weg Informationen über die Vermögenswerte der Angerufenen zu erlangen.

Glücklicherweise kam es in keinem der Sachverhalte zu einer Herausgabe oder Übergabe von Wertgegenständen oder Bargeld. Die Geschädigten beendeten die Gespräche schnell, ohne sich von den dubiosen Geschichten austricksen zu lassen.

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Betrugs und Amtsanmaßung und rät, sich niemals auf solche oder ähnliche telefonische Auskunftsbegehren einzulassen, von wem und unter welchem Vorwand auch immer.

Die Polizei würde Bürger niemals am Telefon auffordern, ihre finanzielle Situation zu schildern oder Geldverstecke zu verraten. Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat und rufen anschließend Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der im Telefonbuch eingetragenen Nummer an oder über den Notruf 110!

Was Sie unbedingt tun oder vermeiden sollten ─ Verhaltensweisen im Überblick:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen!

  • Geben Sie niemals Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

  • Lassen Sie keinesfalls von einem Anrufer drängen und unter Druck setzen!

  • Rufen Sie die Polizei zurück! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer, nicht jedoch die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

  • Übergeben Sie keinesfalls Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind, auch nicht der (vermeintlichen) Polizei!

  • Haben Sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei! Sie erreichen diese unter der Nummer 110.

  • Die Polizei ruft Sie niemals mit der Notrufnummer 110 an.

  • Sind Sie bereits Opfer eines Betrugs geworden? Zeigen Sie die Tat unbedingt an! Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere zu sensibilisieren und Täter zu überführen.

  • Bewahren Sie Geld und andere Wertgegenstände nicht zu Hause, sondern in der Bank oder einem Schließfach auf.

  • Weitere Hinweise finden Sie unter anderem auch im Bürgerportal der Polizei des Landes Brandenburg.

(25.11.2019 / mit Material Polizeidirektion West)