Bei Fütterung von Schalenwild drohen empfindliche Geldbußen

Einfach nur fahrlässig? Oder doch provokant und gemeingefährlich? Nur knapp 500 Meter von der Kita "im Regenbogenland" und der Grundschule "Heinrich Zille" entfernt, fand die Ordnungsverwaltung in der Winterferienwoche 2019 am Straßenrand mitten im Siedlungsgebiet offenbar bewusst ausgelegte Nahrungs- und Futtermittel in nicht unerheblicher Menge.

Der Vorfall wurde umgehend zur Anzeige gebracht, denn es liegt der Verdacht eines Verstoßes gegen das Fütterungsverbot gemäß § 41 (2) Landesjagdgesetz vor. Sollten die Täter ermittelt werden, drohen ihnen empfindliche Strafen. Wie bereits die Gemeinde Kleinmachnow meldete, wird auch die Stahnsdorfer Verwaltung im Falle dessen, dass die Täter dingfest gemacht werden, für die volle Ausschöpfung des Strafrahmens plädieren. Dieser sieht Bußgelder bis zu 5000 Euro vor.

Fotos: Maximilian Tauscher (2), Gemeinde Stahnsdorf

Der jüngste Vorfall reiht sich in eine Reihe illegaler Wildfütterungen aus falsch verstandener Tierliebe ein. In Kleinmachnow wurde etwa zu derselben Zeit wie in Stahnsdorf eine Stelle gefunden, an der Nudeln, Brot und Kartoffeln auf einer kleinen Freifläche gestreut wurden (siehe Bilderstrecke). Auch in unserer Nachbargemeinde befand sich der Fundort an sensibler Stelle, nämlich in einem kleinen Waldstück unweit des Ortszentrums, quasi in Sichtweite von Schule und Kita.

(11.02.2019 / mit Material Gemeinde Kleinmachnow)