Barrieren geräumt: Kommunen eröffneten Biomalzspange feierlich

Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist das gemeinsame Straßenbauprojekt der Stadt Teltow mit der Gemeinde Stahnsdorf, die Biomalzspange, am 13. Dezember 2019 erfolgreich und vorfristig abgeschlossen. Der ursprüngliche Bauzeitenplan sah ein Bauende im Februar 2020 vor.

Bürgermeister Bernd Albers schnitt am 13. Dezember 2019 gegen 14:15 Uhr gemeinsam mit seinem Teltower Amtskollegen Thomas Schmidt sowie Frank Piper, Fachbereichsleiter Verkehrs- und Grünflächen, und Sebastian Rüter, Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 20, das symbolische Band durch. Neben den Verwaltungsspitzen waren auch einige Gemeindevertreter und Stadtverordnete sowie Vertreter der Baufirmen, des beteiligten Planungsbüros, des Landesbetriebs Straßenwesen und interessierte Bürger anwesend.

Unmittelbar nach dem Scherenschnitt räumten Mitarbeiter der kommunalen Wirtschaftshöfe die jeweiligen Barrieren auf Höhe des Kreisverkehrs Saganer Straße (Teltow) sowie an der Kreuzung Quermathe/Hamburger Straße (Stahnsdorf) beiseite, sodass die ersten Autofahrer sich freudig hupend ihren Weg auf der neuen Trasse bahnten.

"Ich freue mich, dass wir kurz vor dem Jahreswechsel das sogenannte Spangensystem eröffnen und damit eine großräumige Umfahrung garantieren können, die somit einer verkehrsentlastenden Wohn- und Lebensqualität positiv herbeiwirkt", so Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt.

"Mit dieser neuen kurzen Verbindung entlasten wir die Kreuzung am Stahnsdorfer Hof und verbessern gleichzeitig die Anbindung von Stahnsdorfs Süden", sagt Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers. Er freut sich auch über die zeitgleich erfolgte Freigabe des ersten Abschnitts der Ortsumfahrung L 77 n (Stahnsdorfer Hof bis Kreisverkehr Quermathe).

Die 645 Meter lange Verbindungsstraße "Biomalzspange" ist auf dem Teltower Stadtgebiet Teil des Spangensystems und trägt zur Entlastung der Potsdamer Straße bei. Für Stahnsdorf soll die Trasse in Verbindung mit der Ortsumfahrung L 77 n, deren Fertigstellung im zweiten Quartal 2020 angekündigt ist, zu einer spürbaren Entlastung führen. Profitieren werden vor allem die Wohngebiete entlang des Güterfelder Damms und der Lindenstraße sowie der Blumensiedlung und der Siedlung "Schmale Enden". Auch den Gewerbetreibenden im "Techno Park" und "Green Park" sowie "Techno Terrain Teltow" eröffnen sich dann schnelle Möglichkeiten, um über die Landesstraße zu den Autobahnen 115 oder 10 sowie nach Potsdam oder zum BER zu gelangen.

Wie zuvor berichtet, unterscheidet sich die Namensgebung der neuen Straße. Während der 401 Meter lange Abschnitt auf Teltower Gemarkung "Rudongstraße" heißen wird, bleibt es für den Stahnsdorfer Abschnitt auf 244 Metern Länge bei der Bezeichnung "Biomalzspange".

(13.12.2019 / Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Teltow und der Gemeinde Stahnsdorf)

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Hintergrundinformationen zum Straßenbauprojekt "Biomalzspange"

  • Biomalzspange Teltow / Nordanbindung Stahnsdorf zwischen Kreisverkehr Saganer Straße in Teltow bis zum Anschluss an die Quermathe in Stahnsdorf

  • Gesamtlänge: 645 Meter, davon Gemarkung Teltow 401 Meter und Gemarkung Stahnsdorf: 244 Meter

  • Fahrbahnbreite 7,50 Meter inkl. beidseitigem Fahrradschutzstreifen (je 1,50 Meter)

  • beidseitig Gehweg, Breite jeweils 2,0 Meter

  • Baubeginn Tiefbau/Straßenbau am 22.10.2018

  • Bauabschluss Tiefbau/Straßenbau mit der technischen Abnahme am 07.11.2019

  • vorbereitende Maßnahmen: Neuanlage eines Zauneidechsenhabitats einschl. Pflanzung von 76 Bäumen, 60 Heister und ca. 500 Sträuchern (Herstellungszeitraum zwischen November 2017 bis April 2018)

  • Pflanzung von 166 straßenbegleitenden Bäumen (Winterlinden) erfolgt; zusätzlich erfolgt Anfang 2020 die Pflanzung eines Baumhains, bestehend aus 64 Bäumen (Feldahorn, Hainbuche, Vogelkirsche)die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen führt die Firma Baum & Park Landschaftspark GmbH (Nuthetal) durch

  • Baukosten Tiefbau/Straßenbau (gesamt): 1,8 Millionen Euro (brutto), davon 1,0 Million Euro anteilig für Teltow und 800.000 Euro für Stahnsdorf (darunter Neubau Lärmschutzsteilwall für 130.000 Euro)

  • Einbau lärmarmen Asphaltes auf der gesamten Länge