Gemeinde trauert um Feuerwehrkameraden aus Kloster Lehnin mit

Grafik: Innenministerium Land Brandenburg

Jeder Einsatz birgt für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren eine gewisse Gefahr. Dass diese nicht selten lebensgefährliche Ausmaße annimmt, wurde auch Außenstehenden in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2017 wieder einmal auf tragische Art vor Augen geführt.

Gegen 2:20 Uhr ereigneten sich auf der Bundesautobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Netzen zwei schwere Verkehrsunfälle. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Fahrer eines Kleintransporters auf einen fahrenden Sattelzug auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer des Kleintransporters in seinem Fahrzeug eingeklemmt, erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. In der Folge des Unfalls wurde die rechte sowie mittlere Fahrspur der dreispurigen Richtungsfahrbahn für Unfall-und Bergungsmaßnahmen der Polizei sowie Feuerwehr voll gesperrt.

Mit der Aufnahme des ersten Unfalls und Sicherung der Gefahrenstelle war das tragische Geschehen in der Nacht jedoch noch nicht auf seinem traurigen Höhepunkt angelangt. Im Verlauf der Rettungsmaßnahmen kam ein 55-jähriger Lkw-Fahrer auf die Unfallstelle zugefahren und streifte aus noch nicht geklärter Ursache einen im abgesperrten Bereich stehenden Funkstreifenwagen der Polizei. Darin befanden sich zwei Polizisten, die unverletzt blieben.

Im weiteren Verlauf kollidierte der Laster mit einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, das sich auf der mittleren Fahrspur befand. Das Feuerwehrfahrzeug wurde nach Aussagen Anwesender nicht nur um etwa 40 Meter nach vorn geschleudert, sondern kippte dabei um und begrub zwei Kameraden der Feuerwehr Kloster Lehnin unter sich. Die zwei jungen Männer im Alter von 23 und 38 Jahren, darunter auch der Gemeindewehrführer, verstarben noch an der Unfallstelle. Der 55-jährige Unfallverursacher wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Das tragische Geschehen, bei dem auch Feuerwehrleute aus unserer Region anwesend waren, lässt uns sprachlos zurück. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei den Angehörigen der Unfallopfer.

(aktualisiert 06.09.2017 / mit Material Polizeidirektion West)