"Auch Stahnsdorf braucht die S-Bahn"


Wie bereits auf der diesjährigen VBB-Regionalkonferenz Berlin-Brandenburg angekündigt, finanziert das Land den Ausbau der S-Bahn-Strecke zwischen Strausberg und Hegermühle, um zwischen Strausberg und Strausberg-Nord künftig einen 20-Minuten-Takt statt eines 40-Minuten-Taktes garantieren zu können. Am heutigen Mittwoch übergab Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger hierfür den entsprechenden Zuwendungsbescheid des Landes an die Bahn in Höhe von 10 Millionen Euro.

Hierzu erklärt Bürgermeister Bernd Albers:

"Es ist für unsere Gemeinde völlig unverständlich, weshalb 35.000 Menschen in einer Boomregion wie Stahnsdorf und Kleinmachnow weiterhin abgehängt bleiben und noch immer auf einen Erstanschluss warten sollen. Minister Vogelsänger sagt, Strausberg mit seinen 26.000 Einwohnern brauche den 20-Minuten-Takt. Das ist erfreulich für die Stadt, der wir hiermit herzlich gratulieren. Es kann aber nur ein Anfang für die Weiterentwicklung der S-Bahn-Infrastruktur auf Brandenburger Gebiet sein. Ich bleibe fest davon überzeugt, dass das Land nicht ewig die Augen vor dem zweifelsohne vorhandenen Bedarf nach einer S-Bahn-Verlängerung aus Teltow nach Stahnsdorf verschließen kann."

Hintergrund und Fakten:

Um den 20-Minuten-Takt der S-Bahn nach Strausberg Nord realisieren zu können, wird der Abschnitt zwischen Strausberg und Hegermühle zweigleisig auf rund 2,2 Kilometer Länge ausgebaut und mit moderner Telekommunikationstechnik ausgestattet. Der Streckenausbau soll noch in diesem Jahr beginnen und 2016 beendet sein.
Kalkuliert sind hierfür rund 10 Millionen Euro. Bauherr ist die DB Netz AG. Bereits die Vorplanung wurde vom Land mit rund 390.000 Euro finanziert, was das Projekt erheblich beschleunigte.