Aktuell vermehrt Trickdiebstähle in der Region zu verzeichnen

In den vergangenen Tagen kam es in der Region TKS sowie im Potsdamer Stadtgebiet vermehrt zu (versuchten) Trickdiebstählen, wobei es die Tatverdächtigen gezielt auf Geldbörsen und Mobiltelefone von Passanten abgesehen hatten. Es handelt sich offenbar um unterschiedliche Tätergruppen, vermutlich aus dem südosteuropäischen Raum, wobei auch verschiedenartige Methoden angewandt wurden.

In Teltow und Kleinmachnow klingelten beispielsweise mehrere Personen mit südländischem Aussehen, darunter Familien mit Kleinkindern, an Haustüren von Einfamilienhäusern und bedrängten die Eigentümer mit handgeschriebenen Zetteln, auf denen Worte wie "Kriegsopfer" notiert waren. Hierbei hatten die Hauseigentümer immer das Gefühl, dass die vermeintlichen Bedürftigen recht aggressiv "bettelten". Zu Diebstahlshandlungen ist es in diesen Fällen jedoch nicht gekommen.

Im Innenstadtbereich von Potsdam wurde am gestrigen Montag in der Potsdamer Straße ein Passant auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters durch ein jüngeres Pärchen angesprochen, ob er Geld wechseln könne. Als er hierzu sein Portemonnaie zückte, versuchte einer der Tatverdächtigen blitzartig in das Scheinfach zu greifen, um Bargeld zu entwenden. Durch umsichtiges Verhalten des Geschädigten konnte der Diebstahl verhindert werden und das Pärchen "in die Flucht geschlagen" werden.

Ebenfalls gestern sprachen zwei männliche Personen eine Touristin auf dem Vorplatz des Brandenburger Tores an. Die Männer führten einen handgeschriebenen Zettel mit sich, verwickelten die Frau in ein Gespräch und bedrängten sie. Nachdem die Personen den Tatort verlassen hatten, stellte die Geschädigte fest, dass ihre Geldbörse entwendet wurde. Von den Tatverdächtigen fehlt derzeit jede Spur.

(30.06.2015)

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Verhaltenshinweis der Polizei

Angesprochene Personen sollten in solchen Situationen besondere Aufmerksamkeit auf ihre Wertgegenstände (Geldbörsen, Mobiltelefone etc.) legen, da es die Täter hauptsächlich auf diese abgesehen haben.
Die Tatverdächtigen gehen oftmals arbeitsteilig vor, indem eine Person das Gespräch führt und weitere scheinbar unbeteiligte Personen den Diebstahl vollziehen, wovon die Geschädigten in der Regel erst viel später Kenntnis erlangen.