"Niklas" war kein guter Mann

Das Sturmtief "Niklas" sorgte am Dienstag und Mittwoch der Karwoche in der gesamten Gemeinde für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Alle drei Ortswehren waren (mit einer kurzen Unterbrechung in der Nacht) über 26 Stunden gemeinsam im Einsatz. Zu mehr als 40 einzelnen Einsatzstellen rückten die Kräfte aus.

Neben losen Ästen in Bäumen, einer umgestürzten Ampel und losen Gegenständen bildeten vor allem vom Umsturz bedrohte Bäume oder bereits über Straßen gestürzte Bäume/Äste den Einsatzschwerpunkt. Zu größeren Einschränkungen im Verkehr kam es unter anderem auf der Potsdamer Allee in Stahnsdorf. Die Magistrale nach Potsdam und Teltow musste wegen der akuten Gefahr umstürzender Bäume und einer umgewehten Behelfsampel (an der Kreuzung mit der Friedrich-Naumann-Straße und der Heinrich-Zille-Straße) drei Mal voll gesperrt werden.

Aufgrund des großen Einsatzaufkommens in der gesamten Region und im Landkreis kam erstmals die sogenannte "Einsatzleitwagen-Gruppe" zum Einsatz. Bei einer Vielzahl zeitgleicher Einsätze werden diese nicht mehr über die Leitstelle betreut, sondern über lokale Strukturen. Für Stahnsdorf steht hier der Einsatzleitwagen in der Ortswehr Güterfelde bereit - besetzt von einem Team aus der Gemeindefeuerwehr Stahnsdorf, das sich regelmäßig trifft.

Die eingehenden Einsatzaufträge für die Gemeinde wurden vom Einsatzleitwagen entgegengenommen und je nach Priorität auf die einzelnen Fahrzeuge über alle Ortsteile verteilt. Bei zeitweise mehr als sechs Einsatzstellen gleichzeitig und laufend neuen Aufträgen eine Tätigkeit, die eine nahtlose Zusammenarbeit der gesamten Besatzung forderte. Zum ersten Mal konnten in diesem Zusammenhang auch die Stärken der neuen Digitalfunktechnik genutzt werden.

(07.04.2015/ mit Material Freiwillige Feuerwehr Stahnsdorf)