"Flüsternde Bücher" in mystisch angestrahlten Räumen

Wenige Wochen nach der Eröffnung der begleitenden Ausstellung im September strebt das Festjahr "70 Jahre Bibliothek Stahnsdorf" seinem Höhepunkt entgegen: Am 14. Oktober 2017 lädt die Gemeinde Stahnsdorf zur "Langen Nacht der Bibliothek". Um 19:30 Uhr öffnen sich die Türen des Gemeindezentrums zu einer wahrhaft außergewöhnlichen Veranstaltung.

In geschmückten Fluren und illuminierten Räumen präsentieren die Bibliothekarinnen Christiane Golz und Carolin Mazloumian mit Unterstützung durch Freiwillige aus dem Leserkreis ein buntes Programmpaket. Zur musikalischen Einstimmung hat die Bibliothek die Berliner Irish-Folk-Band "Flinkfinger" eingeladen. Im Anschluss wird es Grußworte geladener Gäste geben, darunter Bürgermeister Bernd Albers.

In den geheimnisvoll beleuchteten Räumen der Bibliothek gibt es viel zu entdecken: So kann man unter anderem "flüsternden Büchern" lauschen. Dabei handelt es sich um Ausschnitte aus Lesungen, die über versteckte Lautsprecher wiedergegeben werden. Auch eine Art "Schnitzeljagd", die die Besucher zur Recherche animieren soll, wird es geben.

Die Gäste können zudem die Falztechnik trainieren und so ihren eigenen Bibliotheksflyer in Buchform kreieren. Mit einem Sektempfang und kleinen Snacks wird das mit allen Sinnen zu erfahrende Event abgerundet.

Ab 22 Uhr liest schließlich Autor, Schauspieler, Regisseur, Liedermacher und Synchronsprecher Reinhard Kuhnert ("Game of Thrones" – Das Lied von Eis und Feuer) aus einem Werk des US-amerikanischen Kriminalautors Edgar Allan Poe. Da es für diese Lesung nur ein begrenztes Kontingent an Sitzplätzen gibt, ist eine vorherige Anmeldung unter 03329 646 501 oder per E-Mail erforderlich.

(10.10.2017)

Hintergrund: 70 Jahre Bibliothek (Archiv nicht von Beginn an ─ kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • 1947 begann die Bibliothek mit einem Anfangsbestand von 2000 bis 3000 Büchern. Weiteres über diese Zeit ist bis jetzt nicht bekannt.

  • Eine erste rudimentäre Dokumentation konnte aus der Zeit der 1950er Jahre hervorgebracht werden, als die Einrichtung in der Wilhelm-Külz-Straße verortet war.

  • In der Bergstraße war die Bibliothek in den 1960er Jahren beheimatet.

  • Es erfolgte 1972 der Umzug in der Bachstraße, wo eine fast 20 Jahre währende Ära begann, die bislang längste in der 70-jährigen Geschichte.

  • Im Januar 1991 zog die Bibliothek in die Poststraße.

  • Seit 1999, dem Umzug des Gemeindezentrums in die Annastraße 3, befindet sich die Bibliothek im Erdgeschoss dieses Hauses.

  • In der Begleitausstellung finden Sie rund um den Fahrstuhlschacht chronologische Teilstücke der jahrzehntelangen Entwicklung, zusammengetragen von der Bibliothek selbst, teilweise mit Hilfe von Zeitzeugen.

  • Außerdem sind dort ausgewählte statistische Erhebungen von 1964 bis 2016 zu sehen. Diese skizzieren einerseits die Entwicklung der Nutzerzahlen und andererseits als auch die Art entliehener Medien.

  • Aus der Mitmach-Aktion "Wunschzettel" sind unter anderem gebastelte "Bibliotheksengel", Malereien und Comics entstanden, die Teil der Ausstellung sind.

  • Die gesamte Exposition ist noch bis Ende Oktober zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen (montags und mittwochs 9 bis 15 Uhr, dienstags bis 19 Uhr, donnerstags und freitags bis 18 Uhr)